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 Wie jedes Jahr fahre ich nochmal 1 Woche solo. Dieses Jahr zieht es mich noch (wieder) einmal in die franz. Seealpen mit Abstecher nach der Schweiz und Italien. Die Tour ist ca. 2000km lang.

Anfang August geht es zum ersten Etappenziel durch den Odenwald und den Schwarzwald nach Weil am Rhein. Auf dieser Etappe werde ich noch von einem Kollegen begleitet, der sich dann im Schwarzwald ausklinkt. 

Die Route führt dann weiter über Basel - Bern - Lac Leman - Martigny - Col de la Forclaz - Vallorcin - Chamonix - Megeve - Flumet - La Clusaz. Von dort werde ich noch einen Abstecher zum Col de la Croix-Fry machen, der dort ganz in der Nähe liegt. Mein Hotel heißt "Le Gotty" und liegt außerhalb von La Clusaz, direkt an einer Passstraße, ich bin mal gespannt darauf.

Der zweite Tourenabschnitt führt zunächst nach Albertville, die D213 entlang. Dort folgen dann der Col de la Madeleine und der Col du Chaussy. In St. Sorlin-d'Arvez werde ich drehen und den Chaussy zurückfahren, sonst komme ich zu weit von meiner Route ab. Unmittelbar danach folgen dann Col de Croix de Fer und Col du Glaudon. Auf der D926 geht's dann weiter mit Ziel Alpe de Huez. Dieses Gebiet stelle ich mir auch ziemlich interessant vor. Danach weiter auf der D1091 zum Lac du Chambon. Hier streikt dann das Tourenprogramm, weil es rund um den See ständig wechselnd durch Tunnels geht und das laut Google Earth erfreulich kurvenreich. Dann weiter auf der D1091 Richtung Briancon, meinem Etappenziel. Kurz vorher werde ich aber noch einen kleinen Schlenker über den Col du Galibier und den Col du Lautaret machen, die fahre ich ganz gerne.

Am nächsten Morgen geht's dann gleich über den Col d' Izoard und wieder zurück nach Briancon, da ich dann weiter nach Norden möchte zum mächtigen Col de l'Iseran, welcher ja der höchste befahrbare Alpenpass mit 2764m ist, noch einen Tick höher als der Col de la Bonette, den ich immer wieder gerne fahre. Schließlich führt die Etappe noch über den Col du Petit St. Bernard und das Aosta Tal, sie endet in Doues, kurz vor dem großen St. Bernard.

Die vierte Etappe führt dann über besagten Grand St. Bernard, Genfer See, Bern und dem Zielpunkt Menzenschwand im Schwarzwald. Von dort werde ich dann über die Schauinslandstarße bis Freiburg fahren und dann aus Zeitgründen die Heimat direkt ansteuern.

Und so war der tatsächliche Ablauf:

Bis zum Zwischenziel "Hotel Le Gotty" lief alles planmäßig ab. Besonders kann ich die Strecke über Martigny und den Col de la Forclaz empfehlen, der Paß ist sehr schön zu fahren. Auf dem Weg nach La Clusaz hatte ich noch kurz vor dem genannten  Hotel noch den "Col de Araviz" zu überwinden, der ebenfalls herrlich zu fahren ist. In dieser Gegend kommt man von einem Paß zu anderen.

Der nächste Tag führte mich dann zunächst zum Col de la Madeleine, dieser Paß hat mir landschaftlich eigentlich am besten von allen Pässen gefallen, er bietet, neben tadelloser Straße, prima Kurven und einen weitläufigen Ausblick auf die gesamte umliegende Bergwelt, einfach sensationell auf der Kuppe in ein prima Lokal einzukehren und bei gutem Essen die Aussicht zu genießen. Danach ging es Schlag auf Schlag, Paß auf Paß (vergl. oben) und alle auf ihre Art irgendwie einmalig: 

Aber keine Alpentour ohne Überraschung: Nach Alpe de Huez, auf der D1091 hieß es wieder einmal mehr: "Route Barree", nichts geht mehr, die einzige direkte Verbindungsstraße zum Ziel in Briancon war infolge Steinschlag gesperrt. Was nun? Es war schon 18:00h und Briancon wäre nur über einen gewaltigen Umweg über den Col du Lautaret noch erreichbar gewesen. Aber in den späten Abendstunden noch über den Galibier? Nein, schon den ganzen Tag im Sattel gesessen und abends im Hochgebirge, da muss man wettermäßig mit allem rechnen. Also letztlich Hotel in Grenoble gesucht und gefunden. Am nächsten Morgen habe ich dann genau diesen Umweg gefahren um dann von Briancon zum Col de l'Iseran zu gelangen. Eine fantastische Tour, die einen desöfteren zur Fotopause zwang, eine wirklich fantastische Natur. Schließlich ging es dann noch u.a. über den kleinen St. Bernard, dann durch das Aosta-Tal hinauf in die Berge nach Doues (Das Ende der Welt scheinbar). Hier hatte ich ein prima Quartier gebucht. Bis hier hatte ich wirklich viel Glück mit dem Wetter gehabt, dass sollte sich am nächsten Tag aber ändern. Nachdem ich morgens aufwachte sah ich nur Sonnenschein und freute mich darüber mächtig. Dann machte ich mich auf den Weg zum Grand St. Bernard und bei der Anfahrt erwischte ich einen sehr schnellen Wetterwandel, es goss in Strömen und je höher ich kam, desto nebeliger wurde es, bis man schließlich kaum noch etwas sah. Ich war in diesen Momenten wieder einmal heil froh über meine Zusatzscheinwerfer!

Der Regen begeleitete mich dann bis zum Genfer See bis Bern, es schüttete z.T. erbärmlich und zusätzlich gabe es massive Staus auf der BAB, da mir mein Navi riet die BAB zu verlassen und die Staus zu umfahren bekam ich die Chnace mich unter ein Tankstellendach zu flüchten, wo ich ca. 30 Minuten die allerschlimmsten Regengüsse abwartete. Anschließend fuhr ich dann über Umleitungen nach Deutschland und zu meinem letzten Quartier  in Menzenschwand, was wirklich ein prima Hotel war. Am nächsten Morgen ging es dann über schöne Schwarzwaldstrecken Richtung Freiburg und von dort über die BAB nach Hause.

Es war eine richtig gute Tour bis auf das Pech mit der Verschüttung, ich würde sie genau so wieder fahren!

 

 

 

 

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