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Anfang Juni war es nun endlich wieder so weit - die Tour zu den Picos de Europa in Spanien, genau genommen dort in Kantabrien / Asturien, konnte beginnen. Selten kam mir der Winter so lange vor wie dieses Jahr.

Wie schon zuvor berichtet fuhren wird bis zum Fuße der Pyrenäen mit verladenen Motorrädern (BMW 1600GT und Suzuki DL1000). Dort, in Belvianes et Cavirac hatte ich eine kleine Pension ausfindig gemacht, die ich empfehlen kann. Wir wurden dort sehr herzlich aufgenommen, man schaut von dort direkt auf einen eindrucksvollen Gorges, das Anwesen liegt außerhalb und ist sehr ruhig. Abends am Grill oder in der Nacht, hörte man ein Flüßchen plätschern, welches hinter dem Grundstück verläuft. Der Besitzer "Chris" hat 2 tolle Hunde, mit denen wir jede Menge Spaß hatten. Sie haben unser dort abgestelltes Gespann bestens bewacht. (Infos unter reservations@chambresdhote.com)

Nette Begrüßung: "Chris" macht für uns einen guten Tropfen Schampus auf!

Am nächsten Morgen ging es ausgeruht weiter über Andorra (Pas de la Casa) nach Spanien in die Pyrenäen. Die Strecke führte über die N260 nach Seu d' Urgell, Sort, El Ponte des Suert, N230/260, Boltana, Sibananigo nach Jaca.  Das waren 420km mit herrlichen Kurven, wer die Erfahrung hat weiß, dass sich solch eine Entfernung im Gebirge zeitlich zieht und wir kamen auch erst gegen 20:00h am Hotel an und waren ziemlich müde. Immerhin hatten wir meist um die 32 Grad gehabt und das schlauchte schon ein wenig.

 

Der nächste Tag hatte ca. die gleiche Tourenlänge und führte uns zum Zielort, einem Dörfchen namens Tonanes an der Costa Verde (Atlantikküste). Die Reise führte uns über Pamplona, dem Mekka der Stierkämpfe. Hier machten wir im Zentrum ausgiebig Pause und ich musste mir natürlich einen "Toro" als Andenken kaufen. Die Stadt hat mir auf Anhieb wirklich sehr gutgefallen.

Die Stierkampfarena im Zentrum von Pamplona

Abends kamen wir dann im "Palacion de Tonanes" an, ein sehr schönes Quartier, ruhig gelegen, Pool, eine sehr gute Küche. Der Leiter des kleinen Hotels war sehr freundlich, bemüht und großzügig. Auch das Personal war Klasse, es fehlte uns an nichts. Hier blieben wir 3 Tage und starteten von dort aus 3 Tagestouren die fantastisch waren. Insbesondere die"Desfiladeros de los Beyos" und "de la Hermida" sind ziemlich einzigartig, erstere fast 20km lang, ein gewaltiger Eindruck den man da mitnimmt. Ebenso sind die befahrbare Tropsteinhöhle (Cuevas) nahe Ribadesella und der Aussichtspunkt Fuente De einen Besuch wert. Alle Tagestouren waren ca. 300km lang, es geht dort einfach nicht kürzer. 

Typischer Straßenverlauf

An Ausruhen war aber nicht zu denken, nach einem oder zwei Glässchen Rioja am Abend war ich echt platt! Die Bergstrecken in den Picos fordern viel, zusammen mit den Strecken im Vercors (FR) für mich die absoluten "Sahnetouren". Gut das ich ein bisschen spanisch gelernt habe, in den abgelegenen Bergdörfern konnte man prima Essen, die Regel sind dort "Menus del dia", 3 Gänge incl. Getränke für nur 10-12€, es hat alles prima geschmeckt. Die Einheimischen sind sehr erfreut wenn man wenigstens einen small talk mit ihnen hält, mit Englisch kommt man aber aber auch meistens gut hin.Die Zeit dort ging viel zu schnell vorbei und so musste wir bald wieder packen. Nächtes Mal muß man mehr Zeit investieren und ein neues Ziel hinzufügen (Santiago??).

 

Die erste Rücktour führte in Rioja-Anbaugebiet in der Ebro-Ebene bei Tudela. Diese Stadt hat mir persönlich nicht so gut gefallen, auch die Strecke war etwas trist, aber das lies sich nicht umgehen. Von Tudela über Huescas kreuzten wir dann die Hinfahrtstrecke und fuhren nördlich in die französischen Pyrenäen nach Aucun ins Hotel "Le Picors". Auf dem Weg nach dort über die D918 hatte ich die Pässe Col d' Aubisque und Col d' Soulor ausgewählt, sie sind wirklich fahrenswert.

Flaches endloses Land, hohe Temperaturen  -  die Ebro-Tiefebene; ich nenne sie "Klein-Patagonien"

Von Aucun ging es auf zur letzten Runde über Arreau und Bagneres de Luchon zurück nach Belvianes et Cavirac, natürlich nicht ohne wieder einmal den Klassikern Col du Tourmalet, Col de Peyresourde, Col d' Aspin und Col du Pont und einigen anderen guten Tag zu sagen.

Wieder in Belvianes angekommen galt es mal wieder zu verschnaufen, die Bikes auf den Hänger zu laden und dann wieder endlose Autobahnkilometer abzuspulen. Es war ein tolles Unternehmen, unsere Erwartungen wurden in jeder Hinsicht erfüllt oder übertroffen, aber ein wenig stressig war es auch. Wenn möglich sollte diese Tour unter Einbeziehung der gemachten Erfahrungen wiederholt werden, warum denn auch nicht.......diese vielfältigen Eindrücke würde ich gerne noch vertiefen.