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Ende August war es soweit, die geplante Pyrenäentour konnte endlich starten:. 

Zunächst waren rund 1200 Autobahn-KM durch Frankreich bis Empuriabrava (Spanien) zurück zu legen.  Macon (Frankreich) war Zwischenstopp. Leider war dort am nächsten Morgen Regen auf breiter Font zu verzeichnen, da half alles nichts, da musste man durch. Nach ca. 200km wurde das Wetter aber schon wieder akzeptabel, wenn gleich es auch immer wieder sporadisch zu Regenfällen kam. 

Am nächsten Morgen dann der Aufbruch zur Tour 1 mit dem Zielpunkt Oliana. Tourenlänge: 330km. Highlight dieser Route ist für mich zweifelsfrei die herrliche Küstenstraße zwischen Saint Feliu de Guixols und Tossa del Mar. Nennenswerte Pässe sind auf diesem Abschnitt nicht vorhanden. 

 

 

Tour 2:  Für mich ist dieser Tourenabschnitt einer der schönsten gewesen. Die Karte ist grob dargestellt und spiegelt auf den ersten Blick nicht die tatsächlichen Verhältnisse dar. Es sind zahlreiche Pässe integriert, als Beispiel seien der Col du Peyresourde und der Col d' Aspin aufgeführt. Die Verläufe der N 230 und N 141, besonders südlich von Bossost, verbreiten Kurvenlaune. Zielort der Etappe war Bagneres de Bigorre.

Tour 3:  Zielort war Saint Michel bei Saint-Jean-Pied-de-Port, Tourenlänge aus gutem Grund "nur" 230km. Der Morgen begann gleich mit der Auffahrt zum Col du Tourmalet, wer kennt ihn nicht von der Tour des France her? Leider war oben die Sicht infolge Nebels sehr eingeschränkt, dennoch war es eine Freude von oben ins Tal zu schauen:

 

 

Die Abfahrt im dicksten Nebel war nicht ohne Risiko und ich war echt froh über meine Nebellampen, es sollte nicht das letzte Mal auf der Tour so gewesen sein. Im weiteren Verlauf ging es noch über ca. 7 Pässe, u.a. den Col du Soulor, den Col de Marie-Blanque. und den Col d' Aubisque. Auf letzterem fand zu allem Unglück eine Radrennveranstaltung statt und das im dicksten Nebel bei leichtem Nieselregen. Dieser Pass ist nach oben hin sehr eng und die Sichtweite lag bei ca. 5-10m. Die Radrenner fuhren in beide Richtungen und wir mitten drin. Von oben her kamen sie mit mörderischem Tempo runter während die andere Seite mühsam kletterte. Das da alles glatt ging, kaum zu glauben, ich habe da manchmal "sehr tief durchgeatmet".Der Col de Marie-Blanque wird irgendwann zum schmalen asphaltierten Feldweg, er erinnerte mich stark an den Passo Gavia, wer ihn kennt.

Wer nicht 100% sicher auf seiner Maschine ist, für den sind diese Pässe bei der geschilderten Witterung absolut nicht geeignet!

Tour 4: Dieser Abschnitt beinhaltet zahlreiche Pässe, einer von ihnen war der Col du Portalet. Der Tourenverlauf wechselte mehrfach zwischen französischem und spanischem Gebiet hin und her. Überwiegend waren auch hier die Straßen, mit wenigen Ausnahmen, von sehr guter Qualität. Zielort war Labuerda, die Streckenlänge: 314km. 

 

 Tour 5:  Die letzte Etappe führte schließlich nach Quillan (350km), ohne besondere Höhepunkte, dennoch war sie eine sehr schön zu fahrende Strecke und man konnte sie fahrerisch entspannt genießen.

 

Von dort aus ging die Rückfahrt über Casscarsonne und Macon wieder nach Hause. Gesamtlänge ca. 3900km. Mein Fazit: Die BAB-Srecken würde ich in jedem Fall nur noch per PKW+Anhänger fahren. Die Pyrenäen sind einmalig schön mit dem Motorrad zu erkunden, die Etappen würde ich jedoch künftig auf ca. 250km pro Tag beschränken, weniger ist manchmal halt doch mehr! Bei diesen gefühlten "tausenden" von Kurven fährt man  einen Schnitt von ca. 45-50 km/h. Es ist unglaublich, wie wenig Verkehr dort anzutreffen ist und die Straßen sind wirklich überwiegend top. Es war insgesamt ein wunderschönes Motorrad-Erlebnis für mich!

Vielleicht konnte ich mit diesen wenigen Eindrücken manchem einen kleinen Einblick, hilfreichen Tipp vermitteln. Pyrenäen, ich komme wieder!

 

 lizenzfreier Hintergrundsound: "baxo lo sol", von PAU (Album: "en o rafe d'a fuxaina)